Unglaublich wie die Zeit vergeht. Seit ich vor einem Jahr über mein Wirken im Kantonsrat berichten durfte, schreiben wir bereits Oktober 2025. Im Verlaufe der letzten 12 Monate hat sich vieles geklärt, verändert, erneuert oder erweiterte Organe kamen ins Spiel.

In unserer Mittefraktion verabschiedeten sich 4 langjährige und versierte Kolleginnen und Kollegen. Ganz in meiner Nähe des Sitzplatzes sind dies Roger Zurbriggen, Neuenkirch und Bernadette Rüttimann. Mit einem weinen Auge liess ich sie gehen!! Und mit einem lachenden Auge begrüsste ich meinen neuen Sitznachbar Christian Meiser, Emmen und vor mir Manuela Jost, Beromünster. So ist das Leben – steter Wandel belebt den Moment und fördert die Entwicklung.

Der Rat hat im Frühling den Gegenvorschlag (Kinderbetreuungsgesetz) zur SP-Kitainitiative nach intensiver und guter Beratung gutgeheissen. Doch will die SP an ihrer Initiative festhalten. Was uns, die Bevölkerung, am 23. November an die Urne führt. Ich empfehle euch hiermit ein klares JA zum Gegenvorschlag. Mit dem Gegenvorschlag werden die wichtigen Anliegen der Initiative, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch Sicherstellung eines ausreichenden und bezahlbaren Angebots an familienergänzenden Betreuungsmöglichkeiten im ganzen Kanton gleichermassen zu verbessern, aufgenommen.

Das Gesetz über die familienergänzende Kinderbetreuung sollen Eltern im Kanton Luzern jährlich um insgesamt rund 45 Millionen Franken entlastet werden. Mit dem Gegenvorschlag würde die öffentliche Hand im Vergleich zur Initiative jährlich rund 27 Millionen einsparen. Das Gesetz sieht zudem vor, dass sich der Kanton neu an den Kosten für die Betreuungsgutscheine beteiligt und entsprechende Beiträge an die Gemeinden ausrichtet. Denn die rund 90% der Luzerner Gemeinden, welche heute schon Betreuungsgutscheine kennen, finanzieren diese aktuell zu 100% selbst. Der Gegenvorschlag entlastet somit einen grossen Teil der Gemeindekassen. Es ist insbesondere wichtig, dass künftig alle die gleichen Voraussetzungen haben – unabhängig vom Wohnort. Jedoch auch, dass es eine Limitierung des Steuerbaren Einkommens der Eltern, nach oben gibt. So werden gezielt Familien mit tieferem und mittlerem Einkommen unterstützt.

Der Planungsbericht Gesundheit konnte im Dezember 24 verabschiedet werden. So ist der Kanton, mit den Gemeinden und den Organisationen der Versorgungskette mit verschiedenen Massnahmen in Entwicklung. Selbstverständlich ist es sehr wichtig, dass alle Players «ihre Hausaufgaben machen» und im Miteinander in die gleiche Richtung gehen. 

Zurzeit beschäftigt uns das Budget 2026 und der Voranschlag AFP 26 – 2029, was uns in vielen Teilen grosse Kopfschmerzen auslösen. Der Prozess ist anspruchsvoll. Ich bin dankbar, dass wir in der Fraktion Spezialisten der Finanzbranche haben die uns vertiefte Aufklärung und Beratung zu den Geschäften machen können.

Im letzten Bericht versuchte ich aufzuzeigen, wie sich das Volksschulwesen entwickelt. Ja, die Anforderungen und dementsprechend die Kosten steigen stets. Ich bin gespannt wohin wir uns als Gesellschaft bewegen. Die Entwicklungen sind nicht allein bei uns. Wenn ich über die Kantons- und Staatsgrenze schaue, macht es mich nachdenklich. Und wenn ich fest bei mir bin, freue ich mich und bin dankbar in unserem Kanton zu leben und zu wirken. Ja, Dankbarkeit ist auch in der Politik wichtig!! Ich bleibe dran und versuche mein Bestes für die Bevölkerung und unseren schönen Kanton Luzern zu leisten.

Eure Kantonsrätin Gerda Jung

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